Karens Kolumne: CrossFit Typen – Welcher Typ bist Du?

Die verschiedenen Crossfit Typen

*** Die Personen des Blogbeitrags sind frei erfunden. Etwaige Ähnlichkeiten mit tatsächlichen Begebenheiten oder lebenden Personen wären rein zufällig und nicht beabsichtigt. Die CrossFit Typen sind zwar in der männlichen Form geschrieben, tauchen aber bei beiden Geschlechtern auf. ***

  1. Der Daddy
    Immer im Stress, zerzaustes Haar und fleckiges Shirt. Der Daddy lebt die Gleichberechtigung und damit Mami auch mal Pause hat kümmert er sich zwischen Schreibtisch und Squats um die Kids.
    Verantwortungsbewusst wie er ist, geht er immer pünktlich aus der Klasse, denn seine Kinder bedeuten ihm Alles. Den Ratschlag der Coaches nimmt er sich aber stets zu Herzen. Stretching und Mobility wird dann erst richtig ernst genommen, wenn durch ein strampelndes Kind auf dem Rücken, die Bandscheiben sich mal wieder bemerkbar machen. Eigentlich wäre er gerne öfter in der Box, geht aber leider nicht. Vielleicht wenn die Kinder endlich mal 16 sind.
  2. Der 80er Jahre Pumper
    Baggy Jogginghose, Chucks und XXL-Shirt. Daran erkennt man den 80er-Jahre Pumper. Für ihn gilt nur eines: Schweres Gewicht und dabei ist es manchmal nebensächlich, wie dieses von A nach B kommt. Die 100kg werden beim Clean and Jerk strict nach oben gedrückt, weil oben ist oben, richtig? Wenn der Pumper mal verliert, dann nur aufgrund seines fortgeschrittenen Alters, denn aufgeben ist keine Option.
  3. Der Profi
    Der Profi ist immer bestens ausgestattet. Hat sein eigenes Seil, Chalk-Säckchen, Grips, Tape und die Blackroll immer in der Tasche. Dabei ist es ganz egal, ob er vielleicht erst vor einem halben Jahr mit CrossFit angefangen hat. Er kennt sich aus. Jeder weiss, dass er CrossFit macht. Alle anderen Sportarten sind verpönt. Zum Warm-Up macht er erstmal 20 Kipping Chest to Bar Pull-Ups und fragt nebenher die Deadlift Bestleistungen der anderen ab. Der Profi ist auf jeden Double-Unders-Striemen und seine blutigen Schienbeine stolz und sieht sich nächstes Jahr mindestens in den Top 10 der CrossFit Open in Deutschland.
  4. Der Styler
    Pinkfarbiges Palmenstirnband, enge Leggins unter den Shorts, Basketballshirt und die neusten Metcons an den Füßen: Das ist der Styler unter den CrossFittern. Er ist in der Welt rumgekommen und das sollen alle wissen. Englische Begriffe im Crossfit? Kein Problem! Es gibt kaum eine Box auf dem Globus, bei der er noch kein Drop-In gemacht hat. Immer lustig lenkt er öfters mal die anderen Kurs-Teilnehmer ab und ist in jeder Box unübersehbar. Aber er sorgt auch für Stimmung während des Training. Nur ab und zu steht sein Ego ihm im Weg.
  5. Der Normalo
    Eigentlich ist der Normalo der typische Läufer, um mal den Kopf von der Arbeit frei zu bekommen. Im Internet hat er aber von Crossfit gelesen und sich angemeldet. Jetzt ist er dabei und gibt bei jedem Workout sein Bestes. Es hapert noch deutlich an vielen Movements, aber der nächste Mat Fraser zu werden liegt ihm fern. Für ihn ist es wichtig im Alter noch verreisen zu können, eine gute Mobility zu haben (diese Osteoporose soll schlimm sein) und seinen Kollegen auf dem Tennisplatz am Wochenende zu schlagen. Wenn er im Büro erzählt, dass er Crossfit macht, glaubt ihm das zwar keiner, er fühlt sich aber für einen kurzen Moment exotisch.
  6. Der Schwitzer
    Der Schwitzer verewigt in jeder Box seine Spuren, denn die harte Arbeit fordert sein Tribut.
    In der Ecke liegt sein völlig durchnässtes Shirt und auf dem Hallenboden finden sich Tatort ähnliche Abdrücke seiner selbst. Wie ein angeschossenes Reh lässt sich der Schwitzer auf Grund der Spuren, die er in der Box hinterlässt jederzeit auffinden. Den Weg zu den Desinfektionstüchern findet er allerdings eher selten. Bei den Mitgliedern ist er gerade deshalb nicht der beliebteste WOD Partner, wenn es darum geht sich das Material zu teilen. Da kann man auf der Pfütze beim Hand Stand Push Up schon mal ausrutschen.
  7. Der zu-spät-Kommer
    Die Klasse hat sich pünktlich vor dem Whiteboard versammelt und ist mehr oder minder motiviert anzufangen, würde der zu-spät-Kommer nicht fehlen. Nach einer Minute der Nachsicht fängt der Coach dann auch das Warmup an, da betritt er in aller Seelen Ruhe die Box. Begibt sich der Zu-Spät-Kommer dann mal aus der Umkleidekabine braucht er erst mal ein extra Briefing und legt dem Coach die Gründe für seine Unpünktlichkeit dar. Stau, Arbeit, Kinder, alle sind schuld, außer er natürlich.
  8. Der Alternative
    Der Alternative CrossFitter liebt Paleo und die Zone Diät ist für ihn das Nonplusultra. Deo wird selbst gemischt und am liebsten Sport in der selbstgestrickten Unterwäsche, wenn die nur nicht so kratzen würde. Das Handtuch ist selbstverständlich vegan und im Bambusbecher gärt der lactosefreie Proteinshake vor sich hin.
  9. Das Fit-Chick
    So ganz genau weiß sie selbst nicht, wie sie bei CrossFit gelandet ist, denn nichts läge ihr ferner als zu viel Muskelmasse. Vor dem Workout muss nicht nur das Make-Up sitzen, sondern auch der Sport-BH, denn wer braucht schon ein nerviges Top. Zu viel Stoff ist nur unnötiger Ballast und bekommt auf Insta nicht so viele likes. Die Frisur muss bei den Double Unders zwar ein bisschen dran glauben, aber dieser Undone-Look ist eh gerade tooootaaal hip.